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Kolumne vom 12.09.2016: 27. Barmer GEK Alsterlauf: Der Tag der Rekorde und der Deutschen Meisterschaften - Florian Orth und Melat Yisak Kejeta Meister - Mannschaftstitel Frauen nach Hamburg

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Info Kalender1 Veranstaltungen 1403 Bild(er)

"Es war der schnellste Alsterlauf aller Zeiten", befand Renndirektor Karsten Schölermann gestern: Zwei Streckenrekorde, sechs Läufer blieben unter 28:45, ein leistungsstarkes Feld von über 700 Teilnehmern bei den Deutschen Meisterschaften folgte, zwei Hamburger Mannschaftsrekorde (neben dem erwarteten Frauenrekord auch Männer) und ein Hamburger Seniorenrekord. Die Teilnehmerzahl machte nach einem (durchwachsenen) Jahr 2015 einen Sprung um 20 % nach oben. Und die Stimmung war durch Kaiserwetter und die erstmals hier ausgetragenen Deutschen Meisterschaften im 10 km Straßenlauf deutlich emotionaler und adrenalinlastiger als gewohnt.
1400 Bilder vom Start Mönckebergstraße (fast alle Läufer), Zieleinläufe bis ca. 43 Minuten und alle Siegerehrungen
Jahrelange Bemühungen waren dem Zuschlag für die Deutschen Meisterschaften vorausgegangen. Bei den Mühen der Bewerbung alleine blieb es nicht: die Veranstaltung musste an mehreren Stellen umgebaut werden. DM- Teilnehmer bekamen ihren eigenen Startblock - direkt hinter der Reihe mit den kenianischen und äthiopischen Elitestartern - und vor dem Feld der Volksläufer, um die DM- Wertung (nach Bruttozeiten!) nicht zu sehr auseinanderzuziehen. Häufig werden hochklassige Straßenlaufmeisterschaften (DM, EM, WM) mit ihren zahlenmäßig kleinen Starterfeldern außerhalb der großen Volksläufe veranstaltet und haben die Problematik mit differierenden Brutto/Nettozeiten dann gar nicht erst. Eine andere Baustelle: die Anwesenheit der NADA (Nationale Anti- Doping- Agentur). Sie überprüfte DM- Teilnehmer - wobei es zu Organisationsproblemen im Zieleinlauf und bei der Siegerehrung kam (einige Geehrte konnten erst deutlich verspätet erscheinen, da sie zunächst im Hotel ihre Proben abgeben mussten). Strenger als sonst wachte das DLV Kampfgericht im DM Starterblock darüber, dass die Absperrung nicht übertreten wurde, und Heike Drechsler, vom Titelsponsor Barmer GEK (der sein Engagement übrigens für zwei Jahre fortsetzen will), durfte den Startschuss wirklich nur im Auftrag des eigentlich bevollmächtigten DLV- Starters geben. Und heruntergezählt wurde auch nicht, das erlauben die DLV- Regularien nicht. Und für die DLV Teilnehmer mussten Extra- Startnummern gedruckt werden.
Zusammen waren etwa 5500 Teilnehmer gemeldet. Darunter mit der Startnummer 1 Antonina Kwambai, Siegerin des hella Halbmarathons), Laufprominenz aus ganz Deutschland - aus Hamburg das Trio Mona Stockhecke, Jana Sussmann und Agata Strausa (Laufteam Haspa Marathon Hamburg), die sowohl den Deutschen Meistertitel in der Mannschaftswertung als auch den Hamburger Rekord in der Mannschaftswertung im Blick hatten.

Sichtbar schneller als sonst setzte sich um 10:00 das Starterfeld hinter Uhrenwagen und Führungsfahrrad in Bewegung. Hinter dem schnellen DM- Feld folgten dann unmittelbar die Volksläufer mit Zielzeiten unter 35 oder 40 Minuten, so dass zwei schnelle Wellen die Mönckebergstraße hochschwappten. Zu unterscheiden waren beide Gruppen anhand ihrer Startnummern (DM dreistellig und mit zusätzlicher Rückenstartnummer).
Das Rennen verlief an der Spitze sehr schnell. Die Eliteläufer waren auf Rekordkurs. Die Bedingungen waren einigermaßen günstig, es war zwar sommerlich warm, aber nicht heiß, und der Wind war für Alsterlaufverhältnisse schwach. Aber im Ziel - das nach einem Zwischenspiel 2015 wieder auf den Ballindamm zurückverlegt worden war und den Zuschauern wieder die sehenswerte lange Zielgerade bot, wiederholte sich ein Schauspiel früherer Jahre: als nach 27 Minuten 10 Sekunden bog der Uhrenwagen um die Ecke, war bis zuletzt völlig offen, ob der schnelle Rennverlauf für einen publikumswirksamen Streckenrekord (schneller als 28:17) reichen würde. Kalipus Lomwai aus Kenia - keiner der Top- Favoriten - hatte sich an die Spitze gesetzt und kämpfte bis zum letzten Meter, Zelalem Mengistu (ETH) in Griffweite nur eine Sekunde hinter sich und Erick Koskei (KEN) nur drei weitere Sekunden dahinter. Das Kämpfen zahlte sich für Lomwai aus: er holte sensationell knapp den Sieg mit einer(!) Sekunde Vorsprung und ebenso knapp und unerwartet verbesserte er den Streckenrekord um drei Sekunden. Sechs Läufer blieben in seinem Gefolge unter 28:45.
Unmittelbar danach folgte das eigentliche Ereignis des Tages: Florian Orth, LG Telis Finanz Regensburg, folgte - mit hochgerissenen Armen - in einer Top- Zeit von 28:59 und wurde Deutscher Meister - mit nur sieben Sekunden Vorsprung vor Amanal Petros, SV Brackwede. Erst auf dem letzten km entschied sich das Rennen, verriet Orth später bei der Siegerehrung. Erst im Ziel hatte er erfahren, dass er unter 29 Minuten geblieben war. Kritik äußerte er daran, dass das Rennen durch die (nicht für die DM gestarteten) Eliteläufer verzerrt worden sei - die Folge des o.g. Experiments, den Lauf in eine Großveranstaltung einzubetten - und dass er zudem von der Moderation beim Zieleinlauf fast übersehen wurde. Tatsächlich gab es dort eine organisatorische Panne, wie Renndirektor Schölermann bei derSiegerehrung noch im Detail erklärte.
Die Rekorde gingen weiter: mit Favoritin Antonina Kwambai lief zum ersten Mal eine Frau den Alsterlauf unter 32 Minuten, genau in 31:52, und verbesserte den Streckenrekord damit um 13 Sekunden - und hatte ihre Verfolgerin Naom Jebet (KEN) ganze drei Sekunden hinter sich.
Dicht an dicht kamen die Läufer ins Ziel, obwohl die Uhr noch nicht einmal 33 Minuten anzeigte - absolutes Leistungssportniveau vor ein paar tausend Zuschauern. - In 33:19 folgte die neue Deutsche Meisterin: Melat Yisak Kejeta vom PSV Grün-Weiß Kassel.
Neben den Deutschen fanden auch die Hamburger 10 km Meisterschaften statt. Hoch gesetzt bei den Männern: Mourad Bekakcha (HSV). Er wurde seiner Rolle gerecht, allen Vermutungen zum Trotz, dass Jüngere aus seinem Verein ihm den Meistertitel streitig machen könnten: Mit 31:35 hatte er eine halbe Minute Vorsprung vor Mathias Jarck (ebenfalls HSV) und kam auch wieder in die Nähe seiner persönlichen Bestzeit (31:15) und wurde zudem Deutscher Meister der Altersklasse M35. Zudem knackte das HSV- Trio (Dritter: Tim Hoenig) mit 1:35:47 den Hamburger Mannschaftsrekord Alsterlauf 2014, 1:36:33, ebenfalls HSV).
Und das Damen- Trio vom Laufteam Haspa Marathon Hamburg? Jana Sussmann wurde in 34:23 erste der drei, Hamburger Meisterin und Dritte der Deutschen Meisterschaft. Sie, Agata Strausa (34:55) und Mona Stockhecke (35:04) schafften zudem den Doppeltriumph: erstens den Deutschen Meistertitel in der Mannschaftswertung - fast eine Minute vor Grün- Weiß Kassel - und ebenfalls den Hamburger Rekord in der Mannschaftswertung. Sussmann wirkte wie erlöst (und wurde offenbar sehr oft gefragt, ob sie mit ihrer Leistung denn zufrieden wäre - ja, das war sie).

Die längste Siegerehrung in der Geschichte des Alsterlaufs folgte - im Vorfeld war ihre Zahl auf 40 geschätzt worden. Gesamtwertung, Deutsche Meisterschaften, Hamburger Meisterschaften, das pro Altersklasse und Einzel/Mannschaft. Den Auftakt machte Olaf Rietz vom Titelsponsor Barmer GEK, der auf der Bühne mündlich die Verlängerung des Sponsorings um zwei Jahre zusicherte. Die traditionelle Scheckübergabe an die AIDSHilfe Hamburg e.V. erbrachte 4415 €, die Partner hella Mineralbrunnen noch einmal um weitere 1000 € aufstockte.
Einige Teilnehmer waren noch bei der Dopingkontrolle, die von der NADA unabhängig vom Veranstalter und vom DLV durchgeführt wurde. So kamen die Altersklassen zuerst zu ihren Medaillen. Dort gab es einen weiteren Rekord: Joachim Krüttgen (Hamburger Sportclub) holte nicht nur den Deutschen Meistertitel in der Altersklasse M65, sondern auch noch den Hamburger Seniorenrekord über 10 km. Hamburger Seniorenmeister wurde der mehrfache Senioren- Europameister "nebenbei". Er kündigte an, dass er weitere Hamburger Rekorde verbessern will - durchaus plausibel, zumal er dies in den letzten Jahren auch in der Altersklasse M60 schon erfolgreich durchgezogen hat.
Ob der 28. Barmer GEK Alsterlauf wieder mit Deutschen Meisterschaften stattfinden wird, ist noch offen. Schölermann jedenfalls "fand es großartig - ich war heute sehr stolz, dass wir zwei Wettbewerbe mit einem Startschuss starten konnten". Harald Rösch, Vorsitzender des DLV- Bundesausschusses Laufen, stimmte zu: "Ich bin sehr zufrieden und drücke Ihnen die Daumen für die Zukunft!"

Die Top- Platzierten beim 27. BARMER GEK Alsterlauf:

Gesamtwertung Männer
1. Kalipus Lomwai (KEN), 28:14 Min.
2. Zelalem Mengistu (ETH), 28:15 Min.
3. Erick Koskei (KEN), 28:18 Min.

Gesamtwertung Frauen
1. Antonina Kwambai (KEN), 31:52 Min
2. Naom Jebet (KEN), 31:55 Min.
3. Maryanne Wangari Wanjiru (KEN), 32:22 Min.

Deutsche Straßenlaufmeisterschaften 10km Männer
1. Florian Orth, LG Telis Finanz Regensburg, 28:59 Min.
2. Amanal Petros, SV Brackwede, 29:06 Min.
3. Mitku Seboka (ETH), LAC Quelle Fürth, 29:20 Min.

Deutsche Straßenlaufmeisterschaften 10km Frauen
1. Melat Yisak Kejeta, PSV Grün-Weiß Kassel, 33:19 Min.
2. Melina Tränkle, LG Region Karlsruhe, 34:14 Min.
3. Jana Sussmann, LT Haspa Marathon Hamburg, 34:23 Min.

Deutsche Straßenlaufmeisterschaften 10km Männer Mannschaft
1. LG Telis Finanz Regensburg (Florian Orth, Tobias Blum, Jonas Koller) 1:29:34
2. LAC Quelle Fürth (Mitku Seboka, Getachew Endisu Etana, Joseph Katib) 1:30:14
3. LG Telis Finanz Regensburg 2 (Tim Ramdane Cherif, Simon Boch, Felix Plinke) 1:32:48

Deutsche Straßenlaufmeisterschaften 10km Frauen Mannschaft
1. LT Haspa Marathon Hamburg (Jana Sussmann, Agata Strausa, Mona Stockhecke) 1:44:11
2. PSV Grün-Weiß Kassel (Melat Yisak Kejeta, Anna Starostzik, Sewnet Asrat Ayano) 1:45:31
3. LAC Quelle Fürth (Domenika Mayer, Gesa Bohn, Anne Kesselring) 1:46:00

Hamburger Straßenlaufmeisterschaften 10km Männer
1. Mourad Bekakcha, Hamburger SV, 31:35
2. Mathias Jarck, Hamburger SV, 32:07
3. Tim Hoenig, Hamburger SV, 32:13

Hamburger Straßenlaufmeisterschaften 10km Frauen
1. Jana Sussmann, LT Haspa Marathon Hamburg, 34:23
2. Agata Strausa (LAT), LT Haspa Marathon Hamburg, 34:55
3. Mona Stockhecke, LT Haspa Marathon Hamburg, 35:04

Hamburger Straßenlaufmeisterschaften 10km Männer Mannschaft
1. Hamburger SV (Mourad Bekakcha, Mathias Jarck, Tim Hoenig), 1:35:47 (Hamburger Rekord!)
2. Hamburger SV 2 (Lennart Jordan, Christoph Deppe, Mahmood Alrashedi), 1:37:33
3. Turnerbund Hamburg Eilbeck (Christian Hiller, Julius Schröder, Benjamin Ehlers) 1:41:42

Hamburger Straßenlaufmeisterschaften 10km Frauen Mannschaft
1. LT Haspa Marathon Hamburg (Jana Sussmann, Agata Strausa, Mona Stockhecke) 1:44:11 (Hamburger Rekord!)
2. Hamburger SV (Christina Gerdes, Lara Hülsebusch, Katharina Topitsch) 1:58:44
3. Hamburger Laufladen (Jana Baum, Katharina Josenhans, Gaby Klinkhardt) 1:58:55

Zwischenergebnisse 17. hella Laufcup (nach dem 2. Wertungslauf) Männer
1. Manuel Bach, hella Laufteam, 1:34:32
2. 1. Luigi Babusci (ITA), Siemens Wind Power, 1:34:55
3. Benjamin Ehlers, Turnerbund Hamburg Eilbeck, 1:35:07

Zwischenergebnisse 17. hella Laufcup (nach dem 2. Wertungslauf) Frauen
1. Sandra Renschke, Hamburg, 1:49:10
2. Michaela Sarmann-Lein, Hamburg, 1:55:37
3. Insa Mareen Wente, Hamburger Sportclub, 1:56:34

Zu den Ergebnislisten (incl. Senioren)...


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