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27. haspa Marathon Hamburg: Start - Streckenrekord
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Kolumne vom 12.09.2011: 22. Internationaler Alsterlauf: Zielsprints auf dem Ballindamm, Hamburg schlägt (Rest-)Deutschland

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Info Kalender1 Veranstaltungen 1722 Bild(er)

Man kann Favoriten zu einem großen Straßenlauf einladen, aber ob etwas für die Zuschauer spannendes bei rauskommt, ist bei aller versuchten Choreographie nicht vorhersagbar. Sonst wäre es ja auch langweilig. Am Sonntag zum 22. Alsterlauf klappte es jedenfalls. Daniel Chebii, Vorjahressieger und Inhaber des „deutschen Kenia-Rekordes“ über 10 km und Vorjahressiegerin Caroline Chepkwony, die durch ihre zusätzlichen Siege beim hella Halbmarathon in Hamburg mittlerweile aus der Anonymität der kenianischen Namen heraustritt, wurden ihren Favoritenrollen gerecht und gewannen. Aber nicht in Sololäufen, sondern schön knapp auf der mehrere 100m langen Zielgeraden am Ballindamm.
1720 Bilder - u.a. alle Zieleinläufe bis 1:00:00 bei km 9,85

Um 10 Uhr startete der Internationale Alsterlauf zu seiner 22. Auflage - bei 22 Grad und Sonnenschein. Mehrfach hatte Veranstalter BMS in den letzten Wochen Glück gehabt – Frauenlauf, Airport-Race und jetzt Alsterlauf bekamen die unangenehmen Herbsteinbrüche nicht ab. Am Sonntag war es schon fast zu warm für die Läufer. Prompt kam das Thema „keine Wasserstelle bei km 5?“wieder hoch. Eine solche hatte es vor Jahren einmal gegeben, aber Renndirektor Karsten Schölermann will sie nicht wieder einrichten. Der Grund: es wird zu eng, wenn das Läuferfeld bei km 5 durchkommt, und dadurch, dass das breite Hauptfeld schneller ist als beim Marathon, wäre es noch brenzliger als bei der km 5- Wasserstelle beim Hamburg- Marathon. Und wenn man einfach die Tische länger macht? Bringt nicht wirklich etwas, denn, so Schölermann, die meisten Läufer steuern gleich die ersten Ausgabetische an, es staut sich also trotzdem.
Die deutschen Favoriten kamen aus Hamburg. Erwarteterweise Marina Hilschenz (LG Wedel-Pinneberg), die die deutschen Meisterschaften am Vorabend in Oelde hatte ausfallen lassen, weil sie sich dieses Jahr nicht in Form fühlte. Sodann Jon-Paul Hendriksen (TH Eilbeck), der am Sonntag zuvor souverän das Airport-Race gewonnen hatte (er hatte es als schnelles Mittelstück eines 35 km Traningslaufes genommen). Unerwartet tauchte auch Mourad Bekakcha (HSV) an der Startlinie auf. Er war bei der Deutschen Meisterschaft am Vortag nämlich angetreten, und wäre unter normalen Umständen, trotz seines Rufes als Vielstarter, beim Alsterlauf 15 Stunden später sicher nicht nochmal gelaufen. Aber er hatte die DM verpatzt. Bei km 5 war er ausgestiegen, seiner Schilderung nach ging's seinem Kreislauf nicht mehr wirklich gut, was bei den 28 Grad in Oelde durchaus glaubhaft klingt. Die beiden dort angetretenen HSV'ler kamen dann alleine natürlich nicht mehr in die DM- Mannschaftswertung. Nun standen also Hilschenz, „JPH“ und Bekakcha als Hamburger Favoriten am Start. Wobei die letzteren beiden ja Neuseeländer bzw. Algerier sind. Ein bisschen die Situation wie beim Marathon: Viele Kenianer und Äthiopier, dann der lokale Spitzensport, und dazwischen eine Lücke, weil die deutschen 30:00 10 km bzw. 2:20 Marathonläufer einfach fehlen.
Eine Neuerung: Sponsor hella ließ in der Mönckebergstraße sein „Durstlöschfahrzeug“ - ein grünes ehemaliges Feuerwehrfahrzeug – vorausfahren (neben dem üblichen Führungsmotorrad). Dreieinhalb Minuten dauerte es nach dem Startschuss dann, bis alle über die Startlinie Mönckebergstraße drüber waren. Beim Parallelstart in der Steinstraße war es ähnlich, und der Starttorbogen dort soll diesmal übrigens gehalten haben (war 2010 kurz vor dem Start durch einen Stromausfall in sich zusammengesackt).

Die kenianische Spitzengruppe klebte recht eng aneinander. Kein Sololauf, kein Bummelrennen, und immerhin galt es noch den Streckenrekord zu knacken. Noch am Anfang der Zielgeraden schien das nicht ganz unmöglich zu sein, Daniel Chebii (Startnummer 1) wurde von drei Verfolgern, angeführt von Dickson Kimaiyo Kimutai (Startnummer 26) sehenswert getrieben – er hatte ca. 150m vor dem Ziel noch vielleicht „sichere“ drei Autolängen Vorsprung (siehe Bild), aber dann legte Kimutai noch einmal zu und kam kurz vor dem Ziel noch auf zwei Sekunden an Chebii ran. Hatte der beim Blick auf die Zieluhr gemerkt, dass der Streckenrekord außer Sicht gerutscht war, und deswegen etwas nachgelassen? Mit 2, 6, 12 Sekunden auf Chebii kam die Verfolgertruppe rein. Dann folgte Kenianer auf Kenianer. Ein paar Minuten später kam das nächste Zielgeraden- Duell. Mourad Bekakcha hatte seine DM- Geschichte, s.o., körperlich wohl einigermaßen überwunden. Er kämpfte sich an Abdellah Hamoureis (MAR) heran, lag 150m vor dem Ziel noch - auf Griffweite - hinter dem Marokkaner, der zudem noch vom Fahrrad aus begleitet und "geduscht" wurde, was ihm allerdings nicht half, Bekakcha hatte gegenüber dem 15 Jahre jüngeren A-Jugendichen das bessere Sprintvermögen, schob sich ran ([1], [2], [3], [4], [5], [6], [7], [8]) und kam 1s vor ihm ins Ziel. Unmittelbar dahinter: Jon-Paul Hendriksen, der 10s Sekunden später einlief. Spannung also vor den geschätzt 5000 Zuschauern auf dem Ballindamm. Ach ja, Bekakcha und seine HSV-Teamkollegen wurden erste Mannschaft. Ob man ihm seinen Ausstieg am Vorabend dann wohl verziehen hat?

Erste Frau wurde ebenfalls die Favoritin – Caroline Chepkwony. Aber auch für sie war der Sieg kein Selbstgänger, auch sie wurde von der A-Jugend ins Ziel getrieben - nur drei Sekunden hinter ihr war Eunice Cheebichii (ebenfalls Kenia). Kleiner Unterschied zum Sprint Chebii/Kimutai: Chepkwony wurde auf den letzten 150m nicht eingeholt, sondern ließ den Abstand zu Chebichii auf den letzten Metern größer werden (Detailfotos in der Galerie, s.o.). Sie holte aus einem Gleichstand in 150m noch drei Sekunden raus. Noch ein Fall von „Erfahrung hat bessere Sprint-Qualität als A-Jugend“.
Erste Deutsche wurde ebenfalls erwartet Marina Hilschenz. Sie hatte es einigermaßen „bequem“ - 1,5 Minuten lag sie vor der Verfolgerin Marina Boe-Lange (Post SV Uelzen), die übrigens auch am Vorabend in Oelde die DM gelaufen war – allerdings durchgelaufen und Deutsche Meisterin der W40 geworden. Das dürfte den großen Abstand ein wenig erklären. Und: so schlecht war Hilschenz' Form dann doch nicht – mit ihrer 35:41 war sie sogar zufrieden. Fast wäre sie damit auch noch erste der Hamburger Hochschulmeisterschaft geworden, bei der Siegerehrung wies sie aber darauf hin, gar nicht mehr Studentin zu sein – eigentlich geht der Platz also an Nele Fahnenbruck. Und Moderator Schölermann konnte auf der Bühne die Wertungspanne gleich verwerten und den völlig inoffiziellen Fairness-Preis an Hilschenz geben. (Update: Mittlerweile ist Nele Fahnenbruck auch in der HHM- Ergebnisliste Erste). Hamburger Hochschulmeister der Männer wurde Hans-Björn Ahrens.

Die Top-Zieleinläufe Frauen:
1. Caroline Chepkwony (KEN) 32:49
2. Eunice Chebichii (KEN) 32:52
3. Eleni Gebremedhin (ETH) 33:15

5. Marina Hilschenz (LG Wedel-Pinneberg) 35:41 (schnellste Deutsche+Hamburgerin)

Männer
1. Daniel Chebii (KEN) 28:32
2. Dickson Kimaiyo Kimutai (KEN) 28:34
3. Charles Korir (KEN), 28:38

12. Mourad Bekakcha (ALG), Hamburger SV, 32:00 (schnellster Hamburger)

Die Mannschaftswertungen waren fast ganz in Hamburger Hand, und beide erste Plätze gingen an den Hamburger SV:

Mannschaften Männer
1. Hamburger SV (Mourad Bekakcha, Carlos Solana, Martin Rütze) 1:41:21
2. TSV Kirchdorf (Philip Champignon, Steffen Lang, René Menzel) 1:42:19
3. TH Eilbeck (Jon-Paul Hendriksen, Benjamin Ehlers, Christian Primas) 1:43:29

Mannschaften Frauen
1. Hamburger SV (Katharina Josenhand, Berrin Otto, Kathrin Schroettke) 2:00:56
2. Triabolos Hamburg (Nicole Mocigemba, Swantje Dake, Daniela Gehrd) 2:20:17
3. Hamburger Sportclub (Anina Kleier, Johanna Goldschmidt, Kerstin Gröhn) 2:21:47

Drei Liter Weißbier gab es für die Sieger – Caroline Chepkwony hatte Mühe, das Glas zu halten. Nach der Ehrung kümmerte sich ihr Manager rührend darum. Über den genauen Verbleib des Getränks ist nichts bekannt. Über den Verbleib von fast 2800 Euro gesammelter Spenden hingegen schon: die wurden auf der Bühne öffentlich in Form eines Schecks an die AIDS-Hilfe übergeben.
Eine kurze Zwischenehrung gab es noch für den hella- Laufcup, dessen zweiter Wertungslauf der Alsterlauf ist. In Führung liegt bei den Männern weiterhin Jens Tippner von den Triabolos, jetzt mit fast vier Minuten Vorsprung. Wechsel dagegen bei den Damen: Jana Baum (BNI-Team) übernahm die Führung – Airport-Race- Überraschungssiegerin Luba Demyd ist nicht mehr in der Wertung.
Ergebnislisten...


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