Laufen in Hamburg
27. haspa Marathon Hamburg: Start - Streckenrekord
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Kolumne vom 27.09.2010: 21. Alsterlauf: Breite Spitze, aber keine Streckenrekorde / Update 14.9.

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Info Kalender1 Veranstaltungen 300 Bild(er)

Kräftig war Alsterlauf- Veranstalter BMS auf Einkaufstour gegangen: 36 Spitzenläufer, die meisten davon aus Kenia, waren zur 21. Auflage des Internationalen Alsterlaufs geladen. Zusammen mit dem Marathon Hamburg und dem hella Halbmarathon bildet er das Trio der "großen" Straßenläufe in Hamburg, bei denen der Profisport eine Rolle spielt. Der natürlich, mangels deutscher Masse, fast ausschließlich von eben diesen Kenianern getragen wird. Ein paar Hamburger aus dem, sagen wir einmal semi- oder viertelprofessionellen Bereich, fehlten zudem, da am Vortag die deutsche Meisterschaft im 10 km Straßenlauf stattfand und der Alsterlauf als traditioneller Ausrichter der Hamburger Meisterschaften ausfiel (die HM hatte dann in kleinerem Rahmen im April in Neugraben stattgefunden). Interessantester geladener Läufer war Daniel Chebii. Der hatte vor einer Woche erst in Düsseldorf den "deutschen Kenia-Rekord im 10 km Straßenlauf" aufgestellt. Hinter dem (inoffiziellen) Wortungetüm verbirgt sich immerhin die schnellste auf deutschem Boden gelaufene 10 km Zeit eines Kenianers. Es kommt sehr häufig vor, dass Kenianer in Deutschland schnelle Zeiten laufen, und die aktuelle Zeit von letzter Woche ist 4 Sekunden schneller als der "deutsche deutsche Rekord", den Carsten Eich seit langer Zeit, nämlich Paderborn 1993 in Paderborn, innehat. Wenn also Chebii beim Alsterlauf noch einen draufsetzte, hätte das schon einige Substanz. Hasen und/oder Mitläufer hatte er genug. Das Elitefeld war jedenfalls dicht wie nie zuvor. Auch bei den Frauen. Caroline Chepkwony, die im Juni beim hella Halbmarathon einen Streckenrekord aufgestellt hatte, war wieder dabei. Sie hat sich in der letzten Zeit erstaunlich entwickelt (mit 25 Jahren aber durchaus nicht ungewöhnlich).


Weitere 400 Fotos folgen in nächsten Tagen.

Was wäre eigentlich, wenn ein internationaler Rekord gelaufen wird? Um einen solchen wasserdicht und amtlich zu bekommen, muss die Strecke nicht nur vor dem Lauf vermessen werden, wie man es von DLV- Straßenläufen kennt, sondern zusätzlich noch einmal während oder direkt nach dem Lauf. Nur für den Fall, dass der neue Rekordinhaber gar nicht über die zuvor vermessene Strecke langgelaufen wäre. Also fuhr Detlev Matzen, neben seiner Eigenschaft als Mitglied des Veranstalterteams auch akkreditierter Streckenvermesser, auf seinem "getuned"en Führungsfahrrad vorweg. Das hatte einen "Jones-Counter" an der Vordernabe installiert, also ein Gerät, mit dem Strecken nach internationalen Richtlinien vermessen werden. Im Prinzip funktioniert es ähnlich wie ein Fahrradtacho, misst aber pro Radumdrehung mit einer Zahnradkonstruktion vielleicht 20 Einheiten statt einer und macht auch keine Pi-Mal-Daumen- Interpolationen wie ein handelsüblicher Fahrradtacho.
Chebii, der Kenia-Express und gut 4000 weitere Läufer folgten ihm. Die Teilnehmer(Finisher-)zahl lag leicht unter Vorjahresniveau - die Zeit der 5000+ im Ziel scheint seit einigen Jahren vorbei zu sein. Trotzdem ist der Doppelstart in Mönckebergstraße und Steinstraße durch die reine Länge der Starterfeldes immer noch eine Notwendigkeit. Im Startkorridor Steinstraße gab es übrigens eine Panne: Das Starttransparent rutschte kurz vor 10:00 runter. Irgendwelche Folgeschäden wurden nicht bekannt.
Die Bedingungen für einen Rekord waren günstig, aber nicht optimal. Der Streckenrekord steht bei 28:19 (Daniel Mukche 2008) - immerhin eine halbe Minute langsamer als der o.g. "deutsche Kenia-Rekord". Anfangs sah es auch ganz gut aus - das Spitzenfeld war deutlich schneller unterwegs als 2009. Chebii setzte sich aber nicht von seinem Pulk ab, der sich für beide Rekorde zu langsam bewegte. Waren es nun die Mitläufer oder das leicht spätsommerlich- schwüle Wetter? Auf jeden Fall reichte es im Ziel zu keinem neuen Rekord. Mit 28:33 blieb Mukches Bestmarke bestehen, und Chebii konnte zwar den Sieg einstreichen, war aber eine deutliche 3/4 Minute langsamer als vor einer Woche in Düsseldorf. Als Volksläufer fragt man sich natürlich ohnehin, wie man innerhalb von 7 Tagen zweimal seine Straßenlauf- Bestzeit knacken können will. Drei und sechs Sekunden später kamen seine beiden Verfolger ins Ziel. Und dann ging es Schlag auf Schlag - ein glattes Dutzend schaffte es unter 30 Minuten. Mehr als je zuvor (soweit nach einer Durchsicht der Ergebnislisten seit 2004). Nur mal so zum Vergleich: Bei den deutschen Meisterschaften am Vortag in Ohrdruf (bei Erfurt) schafften das nur zwei Teilnehmer, und zwar knapp.
Ein paar Minuten später kam Jon-Paul Hendriksen (Laufwerk Hamburg) als schnellster Hamburger in 32:19 'rein (wohl eine seiner besten Zeiten - aber vielleicht doch nicht optimal: "Bier and Bratwurst isn't the perfect pre race meal", schrieb er am Abend...), sechs Sekunden vor dem schnellsten Deutschen Lars Moeller (LG Reinbek-Ohe) - Hendriksen ist Neuseeländer. Das Dreier- Verfolgungsrennen mit seinen beiden Dauerkonkurrenten Mourad Bekakcha und Jan-Oliver Hämmerling musste leider entfallen - die beiden waren am Vortag in Ohrdruf gestartet. Bekakcha sah sich, mit einer frischen 31:44 im Gepäck, den Alsterlauf sehr entspannt vom Straßenrand aus an...
Und auch bei den Frauen kam es zwar keinen Streckenrekord, aber 10 Zeiten unter 35 Minuten. Mal wieder der Vergleich: in Ohrdruf schaffte das nur eine. Schnellste: Caroline Chepkwony (KEN), 32:44, knappe 5 und 7 Sekunden vor ihren Verfolgerinnen. Schnellste Deutsche: Martina Boe-Lange (Post SV Uelzen) vor der ersten Hamburgerin Carolin Wendel (HSV), die ihrerseits nur zwei Sekunden vor Manuela Sporleder (in persönlicher Bestzeit und gerade erst norddeutsche Vizemeisterin im Halbmarathon geworden) ins Ziel lief.

Hamburger Hochschulmeister wurden Arvid Hage von der Uni Hamburg mit sehr deutlichen 5 Minuten Vorsprung in 34:32 und Felicitas Schwedler (Hochschule der Polizei Hamburg) in 42:46.

Beim 11. hella Laufcup, dessen zweiter Wertungslauf der Alsterlauf (nach dem Airport-Race) ist, zog Lars Totzke (LAV Hamburg Nord) an Philipp Sprotte (HSV) vorbei, aber nur auf sehr knappe drei Sekunden Vorsprung. Auch Katharina Josenhans (Elbe-Sport/BSV HH) hat ihren Platz vor Verfolgerin Kathrin Schippmann (VfL Oldesloe) mit 29 Sekunden noch längst nicht sicher. Wie es ausgeht, entscheidet sich dann in zwei Wochen beim Finale im Alstertal.

Die Top-Ergebnisse in Kürze:

Männer unter 29 Minuten (brutto)
1. Daniel Chebii (KEN), 28:33
2. Francis Kosgei (KEN), 28:37
3. Kadengoi Loitareng (KEN), 28:40
4. Isaac Arusei (KEN), 28:50
5. Jackson Erot Lokochol (KEN), 28:51
6. Allan Masai Ndiwa (KEN), 28:54

Männer unter 30 Minuten
7. Henry Kiprotich Sang (KEN), 29:07
8. Patrick Kimeli (KEN), 29:09
9. John Mutai Kipkorir (KEN), 29:11
10. Charles Wachira Maina (KEN), 29:14
11. Fred Kosgei (KEN), 29:16
12. Jonathan Koilegei (KEN), LG Iller Schwaben, 29:29

weitere Top-Läufer
...
16. Omar Bekkali (BEL), 31:17 (schnellster Europäer)
...
19. Jon-Paul Hendriksen (NZL), 32:19 (schnellster Hamburger)
20. Lars Moeller (LG Reinbek-Ohe), 32:25 (schnellster Deutscher)

Frauen unter 33 Minuten
1. Caroline Chepkwony (KEN), 32:44
2. Helah Kiprop (KEN), 32:49
3. Susan Tanui (KEN), 32:51

Frauen unter 35 Minuten
4. Margaret Karie Toroitich (KEN), 33:00
5. Regina Cherotich Nguria (KEN), 33:27
6. Joan Jepkorir Aiyabei (KEN), 33:37
7. Nancy Koech (KEN), 34:02
8. Dorcas Jeruto Kangogo (KEN), LG Iller Schwaben, 34:08
9. Purity Wangui Macharia (KEN), 34:09
10. Jane Wanjiku Gakunyi (KEN), 34:11

weitere Top-Läuferinnen
...
13. Martina Boe-Lange, Post SV Uelzen, 37:10 (schnellste Deutsche)
14. Carolin Wendel, Hamburger SV, 38:34 (schnellste Hamburgerin)
15. Manuela Sporleder, TuS Germania Schnelsen, 38:36

Zu den Ergebnislisten...

Update 14.9.: Ungewöhnlich viele gemeldete Teilnehmer waren diesmal beim Alsterlauf nicht angetreten - oberhalb der normalen "Schwundquote". Erklärung: Eine Grippe/Infektionswelle grassiert.
Die "Live-Vermessung" mit dem Führungsfahrrad bestätigte die 10 km Streckenlänge. Ergebnis: 10000 Meter und 93 Zentimeter. Kommentar von Wolfgang Timm (AIMS A-Grade Vermesser): "...cool!" - Info von: Detlev Matzen, BMS


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