Archiv für die Kategorie „New York City Marathon“
Slapstick beim New York Marathon und großes Theater auf der 1st Avenue
Sonntag, 13. November 2011Frauentag beim New York Marathon
Donnerstag, 3. November 2011Heute standen die Frauen im Mittelpunkt der Pressekonferenz. An der Spize natuerlich die grosse Favoritin, Mary Keitany. Die 29jaehrige Kenianerin, die im April schon in sehr schnellen 2:19:19 Stunden in London gewonnen hatte, war deshalb auch von den meisten Journalisten umringt. Doch zur grossen Ueberraschung aller entpuppte sich Keitany als Maeuschen, was mich zum Spruch veranlasste “wenn ihr Laufen die Lautstaerke beeinflussen wuerde, dann wuerde sie mit Sicherheit schreien”. Im Prinzip habe ich die ganze Zeit dagesessen und versucht etwas davon zu hoeren, was die zierliche Keitany sagte. Gott sei Dank habe ich ein Aufnahmegeraet, andernfalls waere von der Unterhaltung keine Aufzeichnung entstanden. Mehr Glueck hatte ich dan mit der Boston-Siegerin, Caroline Kilel, eine aufgeweckte Person, die viel und gerne lacht. Das ist schon einmal ein grosser Unterschied zu den meisten weiblichen kenianischen Athleten, die doch oft sehr zurueclhaltend sind.
Waehrend der Interveiws ist auch immer eine Sekretaerin anwesend, die diese Kreuzverhoere aufzeichnet. Ich muss nach Erhalt der Aufzeichnung sagen, ich hatte doppeltes Glueck. denn als ich mit ihr sprach war sie von den anderen Journalisten alleine gelassen worden, und vielleicht hat sie das ja aufgetaut. Denn zur Belustigung moechte ich hier mal kurz einen Auszug des Journalistenkreuzverhoers zum Besten geben.
Frage: Bist du seit Boston ein anderes Rennen gelaufen? Kilel: Ja. Frage:Erzaehl mal, was du von deinem Sieg in Boston gelernt hast? Kilel: Als ich in Boston war. Ich habe mich gefuehlt, hmm, jetzt bin ich bereit fuer New York. Frage: Ich wollte wissen, was du vom Sieg in Boston gelernt hast? Kilel: Von Boston? Oh… Frage: Also, nachdem du in Boston gewonnen hast. Was hast du daraus gelernt? Wie hast du dich veraendert? Kilel: In Boston habe ich gefuehlt, dass ich hier laufen koennte.
Tja, und so gehen die ganzen Aufzeichnungen, ein Missverstaendnis nach dem anderen. Komischerweise als sie mit mir alleine gesprochen hat, verfuegte sie ploetzlich ueber ein, nach den Aufzeichnungen zu urteilen, ausgezeichnetes Englisch. Vielleicht war sie aber auch einfach mit den vielen verschiedenen Fragestellern ueberfordert, und als sie sich auf eine Person konzentrieren konnte, gelang ihr das offensichtlich viel besser.
Auch mit von der Partie waren die beiden Portugiesinnen Jessica Augusto und Ana Dulce Felix sowie die Russinnen Inga Abitova und Galina Bogomolova, die zwar eine tolle 2:20:47 Stunden als Bestzeit vorweisen kann. Doch diese Bestleistung der inzwischen 34jaehrigen Russin stammt aus dem Jahr 2008, als sie den Rom Marathon gewann. Alle vier wollen sich mit dem New York Marathon ganz besonders fuer doe kommende Olympiade empfehlen.
Fuer die amerikanische Presse ein ganz anderes Kaliber war natuerlich die erst 23jaehrige Bizunesh Deba. Denn die gebuertige Aethiopierin lebt seit 2008 in der Bronx. Seit diesem Jahr ist sie auch durch ihren Sieg im San Diego Marathon 2011 in 2:23:31 Stunden die schnellste New Yorker Marathonlaeufierin aller Zeiten. Und das soll nicht das Ende der Fahnenstange sein. “Ich moechte versuchen, Kursrekord zu laufen und das Rennen zu gewinnen.” Wenn ihr es gelaenge den Streckenrekord von Margaret Okayo aus dem Jahre 2003 (2:22:31 Stunden) zu unterbieten, waere ihr wohl auch eine Berufung ihres Heimatlandes fuer die Olympiade sicher. Doch Debe koennte sich auch vorstellen, eines Tages fuer die USA anzutreten. “Ich liebe New York und die USA, und es waere eine Ehre fuer mich einmal fuer die USA zu laufen.” Ihr Mann Worku Beyi hat im Gegensatz zu Deba den Einbuergerungsprozess schon begonnen.
Mein Tip steht fest: 1. Mary Keitany; 2. Caroline Kilel 3. Bizunesh Deba
Amerikanischer Tag in New York
Mittwoch, 2. November 2011Heute gab es den sogenannten amerikanischen Tag in New York. Will heissen, alle amerikanischen Laeufer wurden in einer lockeren Tischrunde vorgestellt. Tja, und die Namen werden den meisten gar nichts sagen, denn alle Olympiahoffnungen nehmen natuerlich an der Marathon-Qualifikation teil, die im Januar in Houston stattfindet.
Sio habe ich nur mit den interessantesten Leutern zusammengesetzt. An erster Stelle wohl das verrueckte Experiment der mehrfachen 5000 Meter US-Meisterin Lauren Fleshman, die also “ploetzlich” die Idee hatte mal einen Marathon zu laufen. Nun, ich persoenlich halte das eher fuer einen Werbegag. So nach dem Motto: Wenn jetzt schon keine guten amerikanischen Laeufer starten, dann wenigstens ein erfrischendes Gesicht praesentieren. Und das ist den Machern hier vor Ort auch gelungen. Denn Fleshman ist mitteilsam und extrem auskunftsfreudig. Schon seit Wochen ist ihr taeglicher Blogeintrag Thema in diversen amerikanischen Laeuferforen.
Auch hier vor Ort, war Fernsehen und Radio gleich zur Stelle und stellte die lustige Blondine in den Mittelpunkt ihrer Sportuebertragung. Tja, selbst in New York brauchen die Sportsender manchmal eine Extranummer. Zu ihrer Entscheidung nach der WM in Daegu, wo Fleshman den siebten Platz im 5000 Meter Lauf belegte, der besten Platzierung einer US-Laeuferin ueberhaupt aufg dieser Distanz, habe sie kurze Zeit spaeter in London gewonnen, und praktisch aus der Euphorie heraus entschieden, nun den Marathon zu laufen. Doch der Realistaetsverlust haelt sich in Grenzen, da sie eine Zeit von 2:35 Stunden fuer eine ueberaus gelungenes Debut halten wuerde. Das genaue Gegenteil von Fleshman ist die 37jaerhige Jenn Rhines, die sich nach drei Olympiateilnahmen ueber 5000m, 10000m und Marathon nach jahrelanger ASbstinenz noch einmal dem Marathon zugewandt hat. Sie sagte, sie fuehle sich deutlich staerker als in der Vergangenheit, und wollte sich deshalb noch einmal an einem Marathon versuchen, und erwaehnte Zeiten von 2:26 oder 2:27 Stunden als im Bereich des Moeglichen. Auf meine Frage, ob das nicht auch der Abwesenheit der anderen Laeufer geschuldet sei, und warum sie sich aufgrund der verbesserten Staerke nicht auch aud die Quali konzentriert habe, meinte sie, natuerlich ist es schoen fuer einen Sportler im Rampenlicht zu stehen, aber das habe ihre Entscheidung nicht beeinflusst . Nun ja, vielleicht die angebotenen Dollars schon. Darueber hinaus sei weiterhin ihr Ziel sich entweder fuer die 5000 oder die 10000 Meter zu qualifizieren.
Bei den Maenner standen zwei 27 Minuten 10000 Meter Laeufer als Debuetanten im Mittelpunkty. Der 30jaehirge Ed Moran, der seine Karriere ganz pessimistisch kurz vor dem Ende sieht, und eine Bestzeit von 27>43 Minuten vorweisen kann. Und dazu der 26jaehrige Bobby Curtis, der im Sommer die WM-Qualif nur um einen Platz verpasste. Dafuer aber dieses Jahr in Stanford mit 27:24 Minuten eine neue persoenliche Bestzeit erzielte. Waehrend es fuer Moran eigentlicvh nur darum geht zu sehen, ob er vielleicht als Marathonlaeufer taugt, und sich dann vielleicht dem Berufsleben zuwnedet, geht Curtis mit einer ganz anderen Einstellung ins Rennen. “Wenn alles gut laeuft, waere eine Zeit vion unter 2:10 Stunden ein optimaler Einstieg in eine Karriere als Marathonlaeufer.” Der Junge traeumt als davon, Ryan Hall als amerikanischer Vorlaeufer abzulosen. Zum Traum von Sub 2:10 Stunden kommt sogar noch ein anderer dazu. “Vielleicht brechen die Kenianer auf dem huegeligen Kurs ja etwas ein, und ich schaffe es unter die Top 5.” Wow, hohe oder hehre Ziele! Ausserdem glaenzte Curtis auch noch mit dem Gestaendis an Halloween im “naughty Nurse” Kostuem unterwegs gewesen zu sein. Im weissen Minioutfit und High Heels!
Meine persoenlichen Ziele sind natuerlich etwas niedriger. Doch es waere schoen, wenn ich nach Jahren noch einmal die 3 Stunden Marke brechen koennte. Gestern hatte ich das letzte etwas heftigere Training, und ich kam mir vor als wuerde ich fliegen. Tja, ich hoffe diese Form bis Sonntag konservieren zu koennen. Dann ist mir nicht bange. Werde spaeter noch versuchen, ein paar Fotos ins Netz su stellen.
viele Gruesse aus New York, Gerd
Die letzten Neuigkeiten vom New York Marathon
Mittwoch, 2. November 2011Schon liegen die ersten Pressekonferenzen hinter mir. Gestern ging es langsam los. Nur eine Athletin, Kim Smith aus Neuseeland, war anwesend. Kim hat allerdings nur einen kurzen Anfahrtsweg, denn sie wohnt und trainiert in Rhode Island. Dort hat sie auch studiert, und ist inzwischen, bis auf den neusellaendischen Akzent, mehr Amerikanerin als Kiwi. Leider ist die 29jaehrige nicht gerade ein mitteilsamer Mensch, und das ist noch diplomatisch ausgedrueckt. Denn im Prinzip antwortet sie auf die meisten Fragen mit Ja oder Neun. Hier mal ein kleiner Auszu aus einem Runden Tisch Interview mit ein paar anderen Journalisten. Kim Smith hat in der Vergangenheit eine Welktklasse Resultate im Halbmarathon abbgegliefert. Ihr Erfolge im Marathon sind dagegen duenn gesaet. Nun wird sie allerdings bei den Olmypischen Spielen in London im Marathon starten.
Dahingehend wurde ihr dann folgende Frage gestellt: Wuerdest du dir wuenschen der Halbmarathon waere olympisch? Smith: Ja. Frage: Kannst du dich noch an dein Debuet in New York 2008 erinnern? Smith: Ja, da war ich erkaeltet. Frage: Wenn du irgendwo ein Rennen laeufst. Schaust du dir dann den Kurs vorher an, damit du weisst wo die Schwierigkeiten liegen? Smith: Normalerweise mache ich das nicht. New York kenne ich sowieso, da laufe ich zum dritten Mal.
Tja, so lief das eine zaehe, halbe Stunde, noch unterbrochen von einem kurzen Fernsehinterview, und es zeigt es ist nicht immer einfach mit anderen Menschen zu sprechen. Ich schaetze Kim Smith fuehlt sich am freiesten wenn sie unterwegs ist und laeuft. Alleine mit sich und der Welt.
Am gestrigen Nachmittag bin ich dann kreuz und quer durch Manhattan gewandert, bevor ich dann gegen 19 Uhr die Tochter des amerikanischen Lauftrainers und Buchautors, Jack Daniels, traf. Wir hatten uns in der Lobby ihres Studentenwohnheims verabredet. Als ich dort ankam, sassen dort mehrere Leute, unter anderem ein aeltere, weisshaariger Mann. Als ich naeherkam, drehte sich der weisshaarige Mann zu mir, und ich dachte mich trifft der Schlag. Da sass doch tatsaechlich Jack Daniels neben seiner Tochter. Was fuer eine Ueberraschung, und zwar sowohl fuer mich als auch seine Tochter!
“Als ich heute morgen aufwachte, dachte ich mir, ich flieg mal nach New York. Ich habe ja nicht oft die Chance nach Quito zu kommen. Deshalb war jetzt der beste Moment”‘, erzaehlte Jack. Sarah beschwerte sich: “Er hat noch nicht einmal mir etwas erzaehlt.” Das Wildeste an der Geschichte aber war die Tatsache, dass Jacks zwei Stunden langer Flug zurueck am naechsten Morgen um 6 Uhr morgens ging. “Ich werde dann wohl am Flughafen uebernachten muessen. Egal, das ist es mir wert.”
So gingen wir ganz in der Naehe zu einem Italiener, und assen richtig lecker. Natuerliches Thema war selbstverstaendlich: Laufen. Jack erzaehlte, dass er gerade seine Autobiographie fertiggestellt hat, wo er mich um ein Vorwort gebten hat. Was fuer eine Ehre! Ausserdem hat ihn sein Verlag dazu verdonnert, bis Februar ein neues Exemplar von Jack Daniels Running Formula rauszubringen. Ein neues Thema kann ich schon verraten. Jack hat ein System entwickelt fuer die Alterslaeufer, um deren Leistungen mit seinen VDot Tabellen in Einklang zu bringen. Darueber hinaus haben wir uns ueber Training in der Hoehe unterhalten, und seine Auswirkungen. Als schon zwei Stunden vergangen waren, fiel uns ein, dass auch noch Sarah neben uns sass. Daraufhin lenkte ich das Thema auf ihr Studium, und sie meinte sie mache gute Fortschritte. Am 9. November, leider, denn das ist der Tag wo ich wiedfer zurueck nach Quito fliege, singt sie mit in einer Produktion von Haydns Schoepfung. Doch sie meinte, sie werde wohl keine Opernsaengerin werden, da ihr das grosse Volumen dafuer fehle. Ihr Traum waere es, am Broadway in einem Musical zu singen. Dann bin ich gespannt, wann ich eine Vorstellung mit ihr am Broadway sehen kann!
Ich war dann leider erst nach Mitternacht zurueck. Das ist natuerlich keine gute Marathonvorbereitung, aber mir war es das wert, auch wenn ich vielleicht dadurch eine Minute langsamer sein werde.
Trainingsplan für den New York Marathon- 24. Trainingswoche
Freitag, 28. Oktober 2011Am Sonntag fliege ich nach New York/Grete Waitz in die Hall of Fame
Heute noch ein lockerer Jog mit intensivem Technik- und Koordinationstraining, und am morgigen Samstag ein 5km Tempolauf. Das sind meine beiden letzten Trainingseinheiten vor meinem Flug nach New York am Sonntagmorgen. Da ich erst kurz vor 22 Uhr ankomme werde, ist der Sonntaglauf also gestrichen. Doch das macht nichts. In der jetzigen Phase ist ein trainingsfreier Tag eher förderlich als umgekehrt. Am vergangenen Mittwoch habe ich ebenfalls einen 5km Tempolauf absolviert, und obwohl ich das Tempo, speziell auf dem letzten Kilometer, eher kontrolliert habe, blieb die Uhr nach 21:10 Minuten stehen. Aufgrund der Höhendifferenz und dem folglichen Abzug von 15 Sekunden pro Kilometer ergibt das 19:55 Minuten auf Meereshöhe. Noch vor zwei Wochen bei meinem letzten 5km Tempolauf brauchte ich 21:33 Minuten, und hatte leichte Probleme auf dem letzten Kilometer. Da mußte ich kämpfen, um das Tempo überhaupt zu halten.
Meine Form verbessert sich ständig, und ich glaube wenn alles nach Plan verläuft, könnte ich sogar die 3 Stunden Marke in New York angreifen. Doch ich will die Trauben nicht zu hoch hängen, vor allem wenn ich bedenke, dass ich mit der Startnummer 11009 aus dem letzten Startblock der ersten Welle starten muß.
Dennoch bin ich optimistisch, denn mein Kampfgewicht hat sagenhafte (für mich) 62kg erreicht. Bei meiner Größe von 1,79 Meter ist das also ein BMI von 19. Meine Frau hat schon gesagt, ich sei viel zu dünn. Das ist immer ein gutes Zeichen, wenn sie anfängt sich zu beschweren. Dann weiß ich, ich bin in einer guten Form. So leicht war ich noch nie für ein Rennen, und hoffe ich kann daraus Kapital schlagen.
Die vergangenen Monate harten Trainings waren nicht immer einfach, und an alle die mit mir den Plan durchgezogen haben, kann ich nur gratulieren. Was vor allem für mich ein Vorteil ist, und ich glaube das hatte ich fast noch nie: Ich konnte das komplette Programm verletzungsfrei und total ohne Wehwechen durchziehen. Null Trainingspausen. “Schuld” daran ist meiner Meinung nach das intensive 4wöchige Hügeltraining, das ich gleich im Anschluß nach der aeroben Phase begonnen habe. Die langsamen Läufe den Berg hoch, die kurzen Sprints den Berg hoch, die verschiedenen Sprünge den Berg hoch und zu guter Letzt das Treppenlaufen bis mir die Zunge am Halse raushing.
Den nächsten Blogeintrag gibt es sicherlich schon aus New York. Am Montag ist noch ein bißchen Leerlauf, bevor es dann am Dienstag rundgeht. Erst einmal muß ich mir meine Akkreditierung abholen. Anschließend gibt es dann die erste Pressekonferenz mit unter anderem Jack Waitz, der Ehemann der verstorben Grete Waitz, die, wie heute bekannt wurde, zusammen mit dem ebenfalls verstorbenen ehemaligen Renndirektor Fred Lebow, als erste Mitglieder in die neu eingerichtete Hall of Fame aufgenommen wurden. Am Abend treffe ich mich dann noch mit Sarah, der Tochter des berühmten amerikanischen Trainers und Buchautors “Daniels Running Formula”, Jack Daniels. Sie studiert in New York an der Musikhochschule. Sie hat ein außergewöhnliches Gesangstalent, und vielleicht steht sie irgendwann mal auf der Opernbühne oder singt am Boradway. Natürlich werde ich sie auch befragen, ob sie mit so einem berühmten Langlauftrainer als Vater, das Laufen im Blut hat.
So, und nun zum Countdown/Trainingsplan für die letzte Woche vor dem New York Marathon. (weiterlesen…)
Fragen an die Stars des New York Marathons
Dienstag, 25. Oktober 2011Vielleicht erinnert sich ja jemand an die Überschrift, denn dies war schon einmal Ende September ein Thema. Damals war ich gerade ein paar Tage vorher mit der Berichterstattung des New York Marathons für das Spiridon Laufmagazins beauftragt worden. In der Woche vor dem Marathon am 6. November werde ich mehrere Interviews mit verschiedenen Spitzenläufern führen. Dabei ist mir folgende Idee gekommen: Was haltet ihr davon, wenn ihr mir einige Fragen für die Stars zuschickt, die euch interessieren? Das kann was sportliches sein, aber auch rund um die Person. Egal was, denkt euch was aus.
Bis Freitag ist noch Zeit, mir Fragen zu schicken!
Damit ihr auch wisst, welche Stars in New York teilnehmen: Hier das Who is who des Rennens. Ich liste nur die bekanntesten Namen auf, ansonsten würde es etwas länger werden.
Männer: Gebre Gebremariam (Äthiopien) New York Sieger 2010; Emmanuel Mutai (Kenia) London Sieger 2011; Geoffrey Mutai (Kenia) Boston Sieger 2011 mit der schnellsten jemals gelaufenen Marathonzeit von 2:03:02 Stunden; Tsegaye Kebede (Äthiopien) Marathon-Bronzemedaille 2008 in Beijing; Jhaouad Gharib (Marokko) zweifacher Marathon-Weltmeister; Meb Keflezighi (USA) Marathon-Silbermedaille 2004 und New York Sieger 2009; Viktor Röthlin (Schweiz) Marathon-Bronzemedaille WM Osaka 2009 und Europameister. Ein Gehemtip könnte Matthew Kisorio (Kenia) sein, der beim Halbmarathon im September in Philadelphia die drittschnellste Zeit aller Zeiten im Halbmarathon mit 58:46 Minuten aufstellte. Doch es ist sein Marathondebüt und ich gehe nicht davon aus, dass er gleich den schweren New York Marathon gewinnen kann.
Frauen: Mary Keitany (Kenia) London Siegerin 2011; Caroline Kilel (Kenia) Boston Siegerin 2011; Kim Smith (Neuseeland) lief im September 67:11 Minuten als Siegerin des Halbmarathons von Philadelphia. Es sind insgesamt 16 Läuferinnen mit einer Bestzeit von unter 2:30 Stunden am Start.
viele Grüsse, Gerd
Tapern für den New York Marathon
Montag, 24. Oktober 2011Wer mit mir den Trainingsplan für den New York Marathon durchgeführt hat, ist mit Sicherheit kein Anfänger mehr. Dennoch beim Tapern kann man durchaus Fehler begehen, die den Erfolg des Trainings der vergangenen Monate in Frage stellen können. Deshalb möchte ich hier die wichtigsten Punkte aufzählen.
1. In der vorletzten Woche vor dem Marathon solltest du den Trainingsumfang bis zu 50 Prozent zurückfahren. Wer mehr macht oder wer machen will, dem sei in diesem Fall gesagt: Mehr ist weniger. Oder mit anderen Worten, der immer noch hohe Umfang würde sich erst mehrere Wochen später positiv auswirken. Jetzt geht es darum, den Körper ruhen und regenerieren zu lassen.
2. Es ist normal, dass beim verringertem Trainingsaufwand manchmal Wehwehchen auftreten. Das ist ein Zeichen des Körpers, der sich nach Monaten des harten Trainings regeneriert.
3. Der Schlaf ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Taperingphase. Nur wer viel und gut schläft, dessen Körper regeneriert auch besser. Acht Stunden pro Nacht, und bevorzugt vor Mitternacht ins Bett gehen, sollten schon Standard sein. Wenn mehr, umso besser.
viele Grüsse vom Äquator, Gerd
Paul Tergat vs Hendrick Ramaala New York Marathon 2005
Donnerstag, 20. Oktober 2011Ja Leute, ich habe noch mehr Videos auf Lager zum Thema New York Marathon. Wie wäre es zum Beispiel mit dem schon legendären Zweikampf im Jahre 2005, und bis heute knappstem Ausgang, zwischen dem damaligen Weltrekordler Paul Tergat (Kenia) und dem Gewinner von 2004 Hendrick Ramaala (Südafrika). Die offizielle Endzeit: 1. Paul Tergat in 2:09:29:90 Stunden; 2. Hendrick Ramaala in 2:09:30:22 Stunden. Also gerade mal 0,32 Sekunden Vorsprung für Tergat nach 42,195 Kilometern! Viel Spaß beim Zuschauen! Wir werden uns ein Beispiel nehmen, und auch alles geben am 6. November!
viele Grüße vom Äquator, Gerd
2005 New York City Marathon Duell zwischen Tergat und Ramaala
Video II zum New York Marathonkurs
Sonntag, 16. Oktober 2011Hier noch ein weiterer Link zu einem Video des Marathonkurses. Aufgenommen kurz vor dem Rennen. Im Unterschied zum vorherigen Video sind die Straßen abgesperrt. Das Bild ist auch besser, dafür kann man die Musik ziemlich vergessen.
http://www.youtube.com/watch?v=Ua0TOyzmN9k&feature=related
Viel Spaß trotzdem!!!
Video vom New York Marathonkurs
Sonntag, 16. Oktober 2011Heute in drei Wochen ist es soweit. Dann starte ich zum 8. Mal mit 45000 anderen Läufern beim New York City Marathon. Ich hoffe auf einen neuen persönlichen New York Rekord, der bisher immer noch bei 3:07 Stunden steht. Mal sehen, ob mich das Äquator-Höhentraining so richtig fit gemacht hat.
Vielleicht gehört ihr ja auch zu den Startern. Für alle, die in New York laufen werden und bis jetzt noch nicht heiß sind auf den New York Marathon, dem möchte ich als Motivationsspritze ein Video im Schnelldurchgang vom Marathonkurs anbieten. Auch die Musik tut ein übriges, um sich schon richtig in das Rennen reinzuversetzen! Hier das Link dazu, leider ist es zu groß, also dass ich es runterladen kann.
http://www.youtube.com/watch?v=MnxknAnBVk0
Viel Spaß dabei und schöne Grüße aus Quito, Gerd!!!!




