Halbmarathon von Lima

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Heute bin ich den Halbmarathon von Lima gelaufen. Bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis, obwohl ich die letzten drei bis vier Kilometer doch ziemlich abgebaut habe. Mein inoffizielles Ergebnis: 1:28:26 Stunde. Selbstgestoppt. Die Strecke hatte kaum Steigungen, nur eine, die war knapp neun Kilometer lang. Die ersten zwölf Kilometer waren dafür mit leichtem Gefälle, was wiederum dazu verleitete zu schnell anzugehen. Zwar stand ich beim Start nicht gerade in der ersten Reihe, aber nach ein paar hundert Metern hatte ich genügend Freiraum zum Laufen. Der erste Kilometer aufgrund des Startstaus in 4:20 Minuten. Tja, und danach war das nächste Kilometerschild wohl komplett falsch gesetzt. Denn dieses passierte icn nach 7:44 Minuten, was einen Kilometer in 3:24 Minuten bedeutet hätte. Ich war etwas verunsichert, und nahm erstmal etwas das Tempo raus, und trotzdem las ich auf meiner Uhr nach drei Kilometern 11:23. Das wären dann 3:37 Minuten gewesen. Danach war ich wirklich durcheinander, und versuchte einfach so locker wie möglich zu laufen. Danach pendelte sich dann mein Kilometerschnitt bei etwas über 4 Minuten ein. Manchmal nur ein paar Sekunden drüber, und dann hatte ich auf einmal auch ein paar 4:16er dazwischen. Also die Kilometerschilder sind auf jeden Fall nicht im Kilometerabstand gestellt worden. Das hat mir auf jeden Fall die erste Hälfte des Laufes zu einem ziemlichen Rätsel gemacht. So hatte ich dann nach 10 Kilometern 40:30 Minuten dastehen. Da wusste ich schon, das konnte nicht gut gehen. Zwar fühlte ich mich richtig gut, aber die letzten neun Kilometer Richtung Ziel führten stetig aufwärts. Wir sprechen nicht über Waseberg- Steigungen, aber leicht und kontinuierlich ansteigend.
Bis 15 Kilometer hielt ich mich richtig gut, und ich dachte, wenn ich das Tempo auch nur einigermaßen halten kann, dann steht am Ende gar eine 1:26 auf der Uhr. Doch bei ungefähr Kilometer 17 wurden meine Beine langsam schwerer, und nach 18 Kilometern ging es in einen Tunnel runter und auf der anderen Seite wieder hoch. Nur ein leichter Anstieg, doch plötzlich hatte ich aber auch überhaupt keinen Wind mehr in den Segeln. Ich hatte das Gefühl, ich stehe. Irgendwie rettete ich mich ins Ziel, und wurde leider auch noch von ein paar Leuten überholt. So habe ich auf diesen endlos lang erscheinenden letzten vier Kilomjetern noch locker zwei Minuten verloren.
Doch ich darf mich nicht beschweren. Seit Anfang Mai habe ich nur drei bis vier Mal die Woche trainiert. Da bleibt die Ausdauer natürlich irgendwo auf der Strecke. Deshalb bin ich auch letztlich zufrieden, obwohl mich die blöde Beschilderung mit Sicherheit um eine bessere Zeit gebracht hat.
Auf jeden Fall ist das für eine Ü-50 Bestzeit, da ich ja im vergangenen Jahr aufgrund meiner Achillessehnenprobleme im Prinzip keine Rennen bestreiten konnte. Außer meinem Job beim New York Marathon. Da konnte ich mir das 40jährige Jubiläum nicht entgehen lassen. Leider muss ich den New York Marathon dieses Jahr, das erste Mal seit 2003, ausfallen lassen. Das trifft mich zwar hart, ist aber leider nicht zu ändern. Es sei denn, es lädt mich jemand ein!
Jetzt werde ich in der kommenden Woche etwas ruhiger machen, und dann in der Woche darauf in die Vorbereitung für einen 10km Lauf einsteigen, der auch von Nike organisiert wird. Da werde ich denen aber mal stecken, dass sie dann die Kilometerschilder ordentlich aufstellen sollen!!!
schönen Gruß aus Lima, Gerd
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1 Kommentar zu „Halbmarathon von Lima“

  1. Gerd sagt:

    Guter Kommentar von Bernd zum Thema “Kommt drauf an, wie lang dort die Kilometer sind”! Wie oben beschrieben, fielen die Kilometerschilder wahrscheinlich irgendwie vom LKW und wurden dort aufgestellt, wo sie dann liegenblieben!
    Gruß, Gerd

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