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Gestern bin ich 2:43 Stunden gelaufen. Es war hart, sehr hart. Ich war so etwas von platt. Nachdem ich bei leichtem Nieselregen losgelaufen war, kam nach etwas mehr als einer Stunde die Sonne raus. Gott sei Dank hatte ich mir etwas Geld mitgenommen, denn eine Trinkflasche ist viel zu wenig. Ich musste zwei Mal nachfüllen, und habe mir unterwegs auch noch eine Banane gekauft. Trotzdem war ich so fertig, dass ich mich nach dem Duschen erst einmal eine gute Stunde aufs Ohr gelegt habe. Das habe ich dann später am Nachmittag noch einmal wiederholen müssen. Völlig geschlaucht.
Am Samstag und Sonntag bekam ich auch mehrere Mails von Edmundo Torres, der sich bei mir entschuldigte für sein Verhalten. Inzwischen habe ich auch herausgefunden, dass er für eine ganze Weile meinen Trainingsplan “abgesetzt” hat, und mit verschiedenen anderen Läufern deren Training übernommen hatte. Ich habe ihn dann gefragt, wer diese Läufer seien, irgendwelche Olympiasieger oder Weltrekordler, deren Trainingspläne berühmte Trainer geschrieben hätten? Ich habe ihm noch einmal verdeutlicht, wie wichtig es sei, doch mal ein anderes Training zu versuchen, denn mit dem bisherigen sei er ja noch nicht besonders weit gekommen. Dann habe ich ihm Zeit gegeben, noch einmal darüber nachzudenken. In einer weiteren Mail hat er sich dann noch einmal entschuldigt und mir versprochen, er werde in der Zukunft den Trainingsplan befolgen. Mal sehen, wie lange das hält.
Am Samstag hatte ich einen Lauf-Ruhetag eingelegt, und wir sind zu einem Club gefahren. Freunde hatten uns eingeladen. Der Club hat einen Privatstrand, und wir mussten durch verschiedene Kontrollen. Das war nicht direkt Hochsicherheitstrakt, aber doch schon ziemlich abgeschirmt. Unsere Freunde hatten einen Bungalow gemietet, und die Kinder hatten viel Spaß beim Schwimmen. Allerdings haben die beiden im Swimmingpool Wellen geschlagen. Das Meer ist für die Mädchen doch zu heftig. Es gibt recht hohe Wellen, und auch gefährliche Strömungen. Also das mit dem Stillen oder Pazifischen Ozean ist eher eine Verwechslung.
Abends sind wir dann wieder nach Hause gefahren, und gerieten in eine Polizeikontrolle.
Abends sind wir dann wieder nach Hause gefahren, und gerieten in eine Polizeikontrolle.
Unter dem Vorwand ich hätte keinen TÜV, haben die mich angehalten, gleichzeitig rauschte aber eine Schrottlaube nach der anderen an uns vorbei. Noch ein anderes Ehepaar hatte man aus dem Verkehr gezogen, lustigerweise war der Ehemann auch Ausländer. Na ja, da wusste ich gleich woher der Wind wehte. Die meisten Polizisten versuchen den Fall mit einem kleinen Schmiergeld zu regeln. So auch bei mir. Der Polizist bat mich aus dem Auto auszusteigen, und entfernte sich etwa 20 Meter vom Wagen. Meine Frau schaute mich an, und meinte sie käme mit. Wenn der Geld haben wolle, dann würden wir nein sagen und gegebenfalls mit zur Polizeiwache fahren.
Der Polizist schaute denn auch ganz überrascht, als meine Frau mit mir auftauchte. Er druckste herum, er müsse noch mit seinem Vorgesetzten sprechen. Der hatte sich inzwischen auf das andere Paar eingeschossen. Dann gab es irgendeinen Vorfall auf der anderen Straßenseite. Die beiden Polizisten setzten sich ins Auto, und verschwanden, mit unseren Papieren. Wir guckten uns alle an, doch nach einer Viertelstunde kamen die Gott sei Dank wieder zurück. Doch die saßen zuerst einmal in ihrem Wagen, und beredeten die Taktik. Das Ende vom Lied, uns ließ man “laufen”, und das andere Paar musste dableiben. Wie der Fall ausging, kann man nur erahnen. Wahrscheinlich hat ein Schmiergeld für verkürzte Wartezeit gesorgt.
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Lieber Gerd,
wollte nur schnell mal ganz liebe Grüße hier lassen
! War leider lange nicht auf dieser Seite und sehe, dass es schon wieder sehr viel Neues gibt – werde ich die Tage mal ausführlicher studieren und mich dann wieder melden!
Liebe Grüße an die ganze Familie,
Philipp
Lieber Philipp,
du bist ja hier der Einzige, der kommentiert. Danke! Die anderen sind wohl zu scheu dafür! Wäre mal interessant zu lesen, was andere von meinem Blog halten.
viele Grüße aus dem sonnigen Lima, heute brennt der Planet! Morgens um 10 Uhr waren es schon knapp 28 Grad.
Gerd
Hallo Gerd!
Auch ich finde deinen Blog spannend und lese ihn regelmäßig. Deine Schilderung der Polizeikontrolle erinnert mich daran, was wir im Sommer zusammen erlebt haben. Weißt du noch? Da hatten die dich doch auch einfach so angehalten.
LG
Bianka
Lieber Gerd!
Auf 2:43 Laufzeit bringe ich es hier bei minus zehn grad nicht. Ich mache täglich vier Kilometer und nehme dann in der warmen Stube die Hantel in die Hand. Aber wo Bianka das Thema Polizeikontrolle erwähnt: Weißt Du vor einigen Jahren bei Deinem früheren Lima-Aufenthalt, wie die kontrollieren wollen, ob wir angurtet sind? Ist ein paar Jahre her, ich habe es nicht vergessen.
Ansonsten “poste” ich Deinen Blog regelmäßig an anderen Stellen im Netz, und laut Heiko steigern sich damit zumindest dien Zugriffszahlen in der Prignitz…
LG
Bernd
Ach ja,
wir organisieren gerade eine Demo vor dem peruanischen Konsulat in Hamburg mit Banner wie “Gerd muss Trainer bleiben”. Wir drohen mit dem Abbruch der persönlichen diplomatischen Beziehungen zu Deinem Gastland, wenn die sich nicht anständig gegenüber Dir verhalten.
Gruß
Bernd
Wenn Du heute mal nach
polizei lima
googlest, findest Du den Artikel schon auf Platz 4 in der Trefferliste. Wenn das man nicht per se schon diplomatischer Druck durch die Internet-Presse ist
Schöne Grüße!
Heiko
Hallo zusammen. So viele Kommentare auf einem Haufen. Ja die Polizeikontrollen sind hier vom Feinsten. Im vergangenen Jahr habe ich mal während der Fahrt mit dem Handy telefoniert. Das hat ein hinter mir herfahrender Polizist gesehen. Da war dann eine Tankfüllung für sein Motorrad fällig. Ich habe hier übrigens noch nie jemanden gesehen, der wegen Telefonierens angehalten worden wäre. Natürlich sollte man es nicht tun, aber für solche “Vergehen” werden nur Leute belangt, von denen man ausgeht, sie können es verkraften.