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Gleich drei deutsche Spitzenläufer stehen am Sonntag bei den Marathons von Hamburg und Düsseldorf im Mittelpunkt. Alle haben nur ein Ziel: Die Teilnahme an den olympischen Spielen in London. Dafür müssen sie die deutsche Olympianorm von 2:12 Stunden erreichen. Diese Zeit wäre für jeden in diesem Trio eine neue Bestzeit. Doch bei gutem Wetter, guten Tempomachern und der nötigen Unterstützung durch die Zuschauer halte ich es für möglich, dass zumindest einer aus diesem Trio die Norm schafft.
Meiner Meinung nach hat Jan Fitschen die besten Chancen. Der ehemalige 10000 Meter Europameister hat sich in verschiedenen Trainingslagern intensivst auf sein bisher wichtigstes Marathonrennen vorbereitet. Für längere Zeit war er in Iten/Kenia, und hat sich dort sicherlich auch eine Menge von den Kenianern abgeschaut. Für ihn stehen denn in Düsseldorf auch gleich drei Kenianer als Tempomacher zur Verfügung. Den Halbmarathon will Fitschen knapp unter 66 Minuten angehen. Vorausgesetzt er erlebt auf der zweiten Hälfte keinen Einbruch, dürfte ihn dieses Tempo an die deutsche Olympianorm heranführen. Ich betone hier “deutsche” Norm, denn die eigentliche von der IAAF vorgegebene A Norm steht dagegen nur bei 2:15 Stunden. Doch das ist dem DLV offensichtlich zu langsam und ich finde auch, dass eine Zeit von 2:12 Stunden nicht gerade als außerirdisch betrachtet werden sollte. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Äthiopier und Kenianer gleich reihenweise Zeiten von 2:04 und 2:05 Stunden laufen. Nur zum Vergleich: Bei einer Siegerzeit von 2:04 Stunden, und der deutschen Norm von 2:12, hat der deutsche Läufer gerade mal die 40km Marke erreicht. Das sind Welten Unterschied. Doch davon sollen sich die Jungs am Sonntag nicht verrückt machen lassen. Für sie gilt in diesem Fall der eigentliche olympische Spruch: Dabeisein ist alles!
Ich drücke jedenfalls allen die Daumen und hoffe, dass weningstens einer die deutschen Langlauffahne beim olympischen Marathon in London hochhält!
viel Spaß beim Laufen, Gerd













