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Hohenbuchenlauf 26.8.2009, vor dem Start
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Kolumne vom 10.09.2012: 23. Internationaler Alsterlauf: Ein Hauch von Olympia und ein Streckenrekord

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Info Kalender1 Veranstaltungen 1082 Bild(er)

Es gibt den breiten Massen- Laufsport mit "local heroes" an der Spitze, vorne ein paar Kenianer, und dazwischen eine riesengroße Lücke. Das ist die Realität im deutschen Straßenlaufsport der letzten Jahre. Gestern wurde diese Realität beim Alsterlauf einmal durchbrochen. Arne Gabius, der derzeit ziemlich einsam die deutsche Langstrecken- Spitze bei den Männern repräsentiert und bei den Olympischen Spielen in London vor vier Wochen über 5000m antrat (allerdings im Vorlauf ausschied), gab ein Gastspiel in seiner alten Heimat Hamburg. Zur Erinnerung: Gabius war bis 2004 Mitglied der LAV Hamburg Nord und hat zudem seine Wurzeln im Hamburger Betriebssport (Vater Rainer Gabius organisiert nach wie vor u.a. den Hohenbuchenlauf in Poppenbüttel mit), wechselte dann zur LAV asics Tübingen, trainierte dort zunächst unter Dieter Baumann und arbeitete sich zu besagter Olympia-Teilnahme vor. Kurzfristig kam seine Startzusage – und sein erster größerer öffentlicher Auftritt in Hamburg seit bald acht Jahren. Das war im Vorfeld schon einmal das Sahnetüpfelchen für die 23. Auflage des Alsterlaufs. 42 Spitzenläufer, mit realistischer Aussicht auf zwei Streckenrekorde, waren geladen, und es sollten dann 4495 Teilnehmer ins Ziel kommen, so viel wie zuletzt 2007. Sommerliches Wetter für die Zuschauer gab's umsonst obendrauf.
1080 Bilder vom Start (Kanal A Mönckebergstraße), Zieleinläufe bis 44:59, Siegerehrungen

Gabius' Ex-Trainer Gerd Seemann und der jahrzehntelange Vorsitzende der LAV Hamburg Nord (und "Vater" des Hamburg-Marathons) Wolfgang Kucklick, waren an der Startpistole und setzten das Teilnehmerfeld in Bewegung (wie mittlerweile üblich in zwei Startkanälen in Mönckebergstraße (dort mit Elitefeld und Meisterschaftsteilnehmern) und Steinstraße), weswegen es "nur" vier Minuten dauerte, bis der letzte durch war.
Der Alsterlauf hat einen schnellen Start. Die leichte Steigung auf den ersten paar 100m merkt man im Adrenalinrausch des Starts nicht, und dahinter nimmt das Feld auf der Gefällestrecke am Hauptbahnhof vorbei erst einmal ordentlich Tempo auf. Bei entsprechenden Wetterverhältnissen geht es windfrei ein paar km auf flacher Strecke entsprechend zügig weiter – erst beim "Langen Zug" bremst eine Brücke erstmals ein klein wenig ab. So kam es, dass Moderator Karsten Schölermann, mit den Zuschauern im Ziel wartend, vom Streckenposten eine rekordverdächtige 5km Durchgangszeit des Spitzenfeldes (Gabius dabei) von 14 Minuten glatt durchgegeben bekam. Bei gleichbleibendem Tempo wäre der Streckenrekord aus dem Jahr 2008 (28:19, Daniel Mukche) damit deutlich unterboten worden – und wenn sich außerdem Gabius weiterhin in der Spitzengruppe drin halten könnte, wäre sogar der deutsche Uralt- Rekord über 10 km (27:47, Carsten Eich 1993) nicht mehr wirklich weit weg gewesen.
Aber: Außenalster- kundige Läufer (und Segler) wissen, dass sich an der Außenalster der Wind schlimmstenfalls schon mal im Kreis drehen kann. Nach dem Richtungswechsel hinter der Krugkoppelbrücke wurde die Spitzengruppe ein bisschen ausgebremst. Das Anfangstempo ließ sich nicht mehr ganz halten. Und es gibt gegen Ende noch ein paar kurze, aber knackige Steigungen – der Weg um das US- Konsulat herum, die Kennedybrücke und zum Schluss die Hoch-Runter- Steigung an der Kunsthalle. Auf der Kennedybrücke musste Gabius, so sagte er später, abreißen lassen. Da zog sich die Spitzengruppe ein ganz kleines bisschen auseinander. Um 10:27:17 passierte das Führungsmotorrad die Kurve zur langen Zielgeraden Ballindamm. Die sechs führenden Kenianer, die um die Ecke bogen, lagen noch so eng zusammen, dass noch alles offen schien. Auch Gabius "Abreißenlassen" war relativ – direkt von vorne gesehen lag er noch hintendran. Und der Streckenrekord? Der stand auf der Kippe. Ganze sechs Sekunden hatte Richard Kiprop Mengich, der sich absetzen konnte, noch übrig, riss aber trotzdem schon mal die Arme hoch – "zu früh, schneller!!", hätte man ihm zubrüllen wollen, vielleicht freute er sich nur über seinen fast sicheren Sieg und dachte gar nicht an den Streckenrekord, oder aber er hatte ein so präzises Zeitgefühl, dass er sich sicher war, es zu schaffen. Er schaffte es. Um eine einzige Sekunde unterbot er die alte Bestmarke. Da lief Gabius an der ersten Flagge im Zieleinlauf vorbei, nur ein paar zehn Meter weiter dahinter, aber noch hinter der kenianischen Verfolgergruppe, die im Sekundentakt im Ziel folgte. Im Stakkato folgten: neuer Alsterlauf- Streckenrekord, sechs Zeiten unter 28:30, elf unter 30:00 – und es gab eine neue deutsche Jahresbestzeit von 28:35 durch Gabius (eben aktualisiert: die deutsche Jahresbestenliste Stand 10.9.2012...), der die alte Marke (29:09, Rico Schwarz, 1. April) ebenso unterbot wie seine eigene persönliche Bestzeit – um 30 Sekunden – und die deutsche Jahresbestzeit 2011 (28:58) . Man muss weit in den Bestenlisten des DLV zurückgehen, um eine schnellere Zeit zu finden – zuletzt war Carsten Eich 2003(!) mit 28:34 über 10 km Straße schneller. Und: Gabius kann sich als viertschnellster Deutscher aller Zeiten über 10 km Straße in die Ewige Bestenliste des Deutschen Leichtathletikverbandes einreihen (hinter Carsten Eich, Jens Karras und Stéphane Franke(+), die ihren Zenit alle in den 90er Jahren hatten). Und das alles, obwohl Gabius eher Spezialist für 5000m Bahn als für 10 km Straße ist.
Nur um 16 Sekunden, mit 32:28, verpasste Cynthia Kosgei (KEN) den Streckenrekord von Anitha Jepchumba Kiptum aus dem Jahr 2007. Zwei weitere Landsfrauen blieben unter 33 Minuten – schnellste Deutsche wurde Martina Boe-Lange vom Post SV Uelzen in 36:48.
Die Hamburger Meisterschaften gingen bei den Männern an den Favoriten Mourad Bekakcha (HSV) – dass er mit 31:49 nicht nur den Meistertitel vor Jan-Oliver Hämmerling (TSG Bergedorf, 32:12) holte, sondern auch glücklich unter der "32er Marke" blieb, merkte man ihm im Zieleinlauf an. "Youngster" Abdellah Hamoureis, ebenfalls HSV, auf Platz drei, läuft in jüngster Zeit erheblich in Richtung Top-Form auf – man wird in den nächsten Jahren sicher einiges von ihm sehen. Bei den Frauen gewann Katharina Josenhans (HSV) in 37:16 und persönlicher Bestzeit den Meistertitel, deutlich vor Manuela Sporleder (TuS Germania Schnelsen, 38:26), die ebenfalls persönliche Bestzeit lief (aber ein paar Tage zuvor noch 10000m auf der Bahn gelaufen war).
16 Siegerehrungen gab es – Gesamtwertungen, Altersklassen, Hamburger Meisterschaften Gesamt, Senioren, Mannschaften, Senioren- Mannschaften, Zwischenstand hella Laufcup, die Übergabe eines Schecks i.H.v. 2421 Euro an Farid Müller für die AIDS-Hilfe – allesamt bei strahlendem Sonnenschein.

Top 10 Männer Gesamtwertung
1. Richard Kiprop Mengich (KEN), 28:17
2. Patrick Mugur Ereng (KEN), Comnet Team Lörrach, 28:23
3. David Kipketer Kogei (KEN), 28:23
4. Edwin Kiprop Korir (KEN), 28:24
5. Kadengoi Loitareng (KEN), 28:25
6. Charles Wachira Maina (KEN), USC Heidelberg, 28:27
7. Arne Gabius, LAV Stadtwerke Tübingen, 28:35
8. Dickson Kosgei Kurui (KEN), Comnet Team Lörrach, 29:02
9. Patrick Kimeli (KEN), USC Heidelberg, 29:18
10. David Karuiru Wanjohi (KEN), 29:23

Top 10 Frauen Gesamtwertung
1. Cynthia Kosgei (KEN), Comnet Team Lörrach, 32:28
2. Lucy Macharia (KEN), 32:36
3. Jebichi Yator (KEN), 32:57
4. Jedidah Wanjiru Karungu (KEN), 34:24
5. Sheila Kiplagat (KEN), Comnet Team Lörrach, 34:28
6. Martina Boe-Lange, Post SV Uelzen, 36:48
7. Katharina Josenhans, Hamburger SV, 37:16
8. Inga Jürrens, LG Harlingerland, 37:21
9. Beate Krecklow, SG Greifswald, 38:04
10. Manuela Sporleder, TuS Germania Schnelsen, 38:26

Top 6 Männer Hamburger Meisterschaft
1. Mourad Bekakcha (ALG), Hamburger SV, 31:49
2. Jan Oliver Hämmerling, TSG Bergedorf 32:12
3. Abdellah Hamoureis (MAR), Hamburger SV, 32:13
4. Vincent Krahn, TSG Bergedorf, 33:05
5. Jannis Kellermann, LG Wedel-Pinneberg, 33:07
6. Nico Göllnitz, Hamburger SV, 34:07

Top 6 Frauen Hamburger Meisterschaft
1. Katharina Josenhans, Hamburger SV, 37:16
2. Manuela Sporleder, TuS Germania Schnelsen, 38:26
3. Katharina Nueser, LG Wedel-Pinneberg, 38:42
4. Carolin Wendel, Hamburger SV, 38:58
5. Jana Baum, Hamburger Laufladen, 39:36
6. Daniela Mölleken, TH Eilbeck 39:53

Top 3 Männer Hamburger Meisterschaft Mannschaften
1. Hamburger SV (Mourad Bekakcha (ALG), Abdellah Hamoureis (MAR), Nico Göllnitz) 1:38:04
2. TSG Bergedorf (Jan-Oliver Hämmerling, Vincent Krahn, Andreas Virus) 1:40:09
3. Hamburger Laufladen (Andrew Mason (GBR))), Jens Gauger, Andreas Vetter) 1:43:03

Top 3 Frauen Hamburger Meisterschaft Mannschaften
1. Hamburger SV (Katharina Josenhans, Carolin Wendel, Berrin Otto) 1:58:36
2. Hamburger Laufladen (Jana Baum, Julia Luck, Greta Krumbholz) 2:00:43
3. Hamburger Laufladen (Ulrike Gogolka, Carmen Richard (SUI), Mirjam Rolfe (SUI)), 2:10:00

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